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Eindeutige Referenzierungen#

Eindeutige Referenzierungen ermöglichen dir, jedes Objekt in der IT-Dokumentation zweifelsfrei zu identifizieren -- sei es innerhalb von i-doit oder für die Anbindung an Drittsysteme. Dafür stehen dir verschiedene Attribute zur Verfügung.

Datenimporte

Um bereits bestehende Daten zu erkennen, existieren für die Datenimporte entsprechende Strategien. Diese beziehen sich größtenteils auf die nachfolgend erwähnten Attribute. Details sind den jeweiligen Artikeln zu entnehmen.

Objekt-ID#

Jedes Objekt in i-doit erhält einen Identifier (ID). Dieser ist pro i-doit-Mandant immer eindeutig. Die ID ist eine positive Zahl größer 0 und kann bis zu 11 Stellen aufweisen. Sie wird von MySQL/MariaDB automatisch vergeben, in dem die Zahl um 1 hochgezählt wird. Eine nachträgliche Änderung der ID durch den Benutzer ist nicht möglich, um Inkonsistenzen zu vermeiden. Durch das Löschen von Objekten (Purge) werden IDs zwar frei, können aber nicht wiederverwendet werden.

Die Objekt-ID wird in der Kategorie Allgemein als Attribut Objekt ID dargestellt.

objekt-id

Beim Setup von i-doit kann bestimmt werden, ab welcher Stelle begonnen wird, Objekt-IDs zu vergeben. Standardmäßig beginnt die Zählung bei 1.

Die Objekt-ID findet in der Generierung der URIs eine hohe Bedeutung. Anhand der ID lassen sich Objekte eindeutig per Link aufrufen. Der Variablenname lautet objID. Das Namensschema:

https://demo.i-doit.com/?objID=9

Objekt-IDs werden vor allem zu internen Zwecken verwendet, können aber auch dem Benutzer oder Dritt-Systemen sehr nützlich sein. Die IDs sind beispielsweise bei API-Zugriffen essentiell.

SYS-ID#

Die SYS-ID (auch SYSID ohne Bindestrich) ist ein weiteres Identifikationsmerkmal, eignet sich aber nicht zuverlässig für eindeutige Referenzierung bei automatisierten Importen. Beim Anlegen eines neuen Objekts generiert i-doit eine mindestens 10-stellige, positive Zahl, die sich aus dem UNIX-Timestamp ableitet. Du findest sie in der Kategorie Allgemein.

sysid

Pro Objekttyp kannst du ein Präfix angeben, das der automatisch generierten Zahl vorangestellt wird. Du konfigurierst den Präfix unter Verwaltung → Datenstruktur → Objekttypen → [Objekttyp gruppe] → [Objekttyp] → SYSID Präfix. Ohne Angabe beginnt eine SYS-ID mit dem Präfix SYSID_. Gibst du ein alternatives Präfix an, ändert sich die Generierung: Statt des UNIX-Timestamps verwendet i-doit die Objekt-ID.

sysid-präfix

Standardmäßig kannst du die SYS-ID nachträglich nicht verändern. Möchtest du Änderungen ermöglichen, aktiviere dies unter Verwaltung → [Mandanten-Name] Verwaltung → Einstellungen für [Mandanten-Name] → CMDB → SYS-ID readonly.

Objekt-Titel#

Jedes Objekt erhält zwingend einen Titel. Dieser wird als Attribut in der Kategorie Allgemein dokumentiert. Synonym wird dieses Attribut auch Bezeichnung, Name, Objekt-Link genannt.

objekt-titel

Objekt-Titel automatisch vergeben

Objekt-Titel können automatisch vergeben werden. Besonders hilfreich ist dies bei Templates: 1. Template erzeugen 2. Als Objekt-Titel die zur Verfügung stehenden Platzhalter nutzen und speichern 3. Template als Default Template dem Objekttyp zuordnen 4. Neues Objekt erzeugen; der Objekt-Titel ist bereits ausgefüllt.

IP-Adresse#

Pro Objekt können beliebig viele IP-Adressen vergeben werden. Dies geschieht in der Kategorie Hostadresse. Für jede IP-Adresse wird ein Kategorie-Eintrag erzeugt.

IP-Adressen sind per se nicht eindeutig. Beispielsweise kehren dieselben Adressen bei privaten Netzbereichen wieder und wieder (192.168.1.1 etc.). Werden in i-doit Layer-3-Netze mit überlappenden Netzbereichen dokumentiert, kommt es häufig zu Objekten mit nicht-eindeutigen IP-Adressen. Durch Techniken wie DHCP wird es umso schwerer, Objekte anhand dynamisch vergebener IP-Adressen zu identifizieren. Daher ist dieses Attribut für eindeutige Referenzierungen oftmals nicht geeignet.

Hostname und FQDN#

Der Hostname wird in der Kategorie Hostadresse vergeben. Auch wenn dieser in vielen Fällen pro Gerät (beispielsweise Server) eindeutig vergeben wird, können pro Objekt beliebig viele Hostnames dokumentiert werden. Pro Hostname wird - wie bei der IP-Adresse (siehe oben) - ein Kategorie-Eintrag erzeugt.

Wird pro Kategorie-Eintrag auch das Attribut DNS Domäne angegeben, ergibt sich dadurch automatisch der Fully Qualified Domain Name (FQDN). Dieser sollte, ähnlich wie IP-Adressen, eindeutig sein, kann aber aus verschiedenen Gründen wiederkehrend sein. Der FQDN wird häufig mit dem Objekt-Titel gleichgesetzt. Die Verwendung von Hostname bzw. FQDN zur Referenzierung sollte wohlüberlegt sein.

hostname-fqdn

MAC-Adresse#

MAC-Adressen sind in der Regel weltweit eindeutig, weil sie von den Herstellern von Netzwerk-Komponenten vergeben werden. Das Risiko wiederkehrender MAC-Adressen ist damit aber nur theoretisch sehr gering. Durch die immer stärker wachsende Virtualisierung und die damit einhergehenden selbst zu ändernden MAC-Adressen, ist auch dieses Attribut nicht immer die beste Wahl für die eindeutige Referenzierung. In der Kategorie Port (Netzwerk) können beliebig viele MAC-Adressen angegeben werden, indem pro Port eine MAC-Adresse eingetragen wird. Bei Techniken wie Bonding/Trunking wird die MAC-Adresse in der Kategorie Logischer Port (Netzwerk) dokumentiert.

mac-adresse

Inventarnummer#

Die Inventarnummer dient der organisationsübergreifenden Inventarisierung (Asset Management). Jedes materielle Gut erhält eine eindeutige Nummer. In i-doit dokumentierst du diese in der Kategorie Buchhaltung im Attribut Inventarnummer.

Möchtest du Inventarnummern automatisch generieren, konfiguriere dies unter Verwaltung → Datenstruktur → Objekttypen → [Objekttyp gruppe] → [Objekttyp]. Dort stehen verschiedene Platzhalter zur Verfügung, um ein Namensschema pro Objekttyp zu erzeugen.

Inventarnummer

Labels

Inventarnummern lassen sich ideal mit QR-Codes zu einem Label verbinden. QR-Codes werden von i-doit Objekt generiert. Solche Labels lassen sich beispielsweise mit dem i-doit QR-Code Printer ausdrucken.

Identifier von Dritt-Systemen#

Daten aus Dritt-Systemen, beispielsweise aus den Bereichen Inventory/Discovery, können in i-doit importiert werden. Solche Systeme verfügen meist ebenfalls über eindeutige Identifier o. ä. Werden diese Identifier importiert, kann dazu die Kategorie Data Source genutzt werden. Auf diese Art können mehrere eingesetzte Systeme aufeinander abgestimmt werden, sodass Objekte auf sämtlichen Systemen eindeutig referenziert werden können.

identifier

Konstanten#

i-doit arbeitet intern mit Konstanten, um Datensätze eindeutig zu referenzieren. Eine Konstante besteht aus Großbuchstaben (A-Z) und Unterstrichen (_). Einige Objekte aus der Standard-Installation haben bereits Konstanten zugewiesen -- beispielsweise hat das Personen-Objekt "admin" die Konstante C__OBJ__PERSON_ADMIN.

In der Web GUI kannst du diese Konstanten weder betrachten noch editieren. Der Zugriff erfolgt per SQL auf der Datenbank. Jeder Mandant hat eine separate Datenbank mit der Tabelle isys_obj, in der alle Objekte gespeichert sind. Die Spalte für die Konstante heißt isys_obj__const.

Datenbank-Manipulation

Manipulationen an der Datenbank gefährden die Funktionalität von i-doit. Daher können wir bei Fehlern, die auf eigenständige Manipulationen zurückzuführen sind, keine Gewährleistung übernehmen. Jede Aktivität sollte daher wohlüberlegt und ggf. mit uns abgestimmt sein.

Weitere Eindeutigkeiten#

  • Attribute können global, pro Objekttyp oder (bei Listen-Kategorien) pro Objekt als eindeutig definiert werden. Mehrfachvorkommen werden von i-doit beim Speichern moniert.
  • Genügen die oben genannten Attribute nicht, können weitere erzeugt werden.